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Newsletter 2022-2
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Sehr geehrte Damen und Herren
Die St.Galler Regierung hat am 10. Mai 2022 Botschaft und Entwurf zu einem II. Nachtrag zum Einführungsgesetz zur eidgenössischen Waldgesetzgebung (EG-WaG; sGS 651.1) verabschiedet und dem Kantonsrat zugeleitet. Der Kantonsrat hat in der Junisession 2022 die vorberatende Kommission unter dem Vorsitz der «Grünen» bestellt.
Die vorliegende Gesetzesrevision ist ein Quantensprung für die St.Galler Waldwirtschaft. Insbesondere die Anpassung der Wälder an den Klimawandel, die Umsetzung der Verbundaufgabe Wald mit dem Einbezug von Bund, Kanton und Gemeinden in die Finanzierung der Schutzwaldpflege und Neophytenbekämpfung sowie die (obligatorische) Prüfung der Holzbauweise und der Nutzung der Holzenergie bei öffentlichen Bauvorhaben sind richtungsweisende Massnahmen für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Waldwirtschaft. Umso wichtiger ist es, dass die Parlamentarierinnen und Parlamentarier von der Notwendigkeit und Richtigkeit des II. Nachtrags EG-WaG überzeugt sind.

August Ammann, Kantonsoberförster
Unsere Themen
arrow  Waldregion 5 Toggenburg: Den Wald ins Bild setzen
arrow  Naturpfade in der Waldregion 3 Sargans
arrow  Kantonsrat: Kommissionsbestellung II. Nachtrag EG-WaG (Motion 42.18.24 Massnahmen zur zielgerichteten und nachhaltigen Entwicklung des St.Galler Waldes)
arrow  Eidgenössische Räte: Parlamentarische Initiative 21.463 Fässler: Preisempfehlungen auch für Holz aus Schweizer Wäldern
arrow  HMO: Holznutzung deutlich angestiegen
arrow  Neophytenstrategie für den St.Galler Wald
arrow  BAFU: Pack keine Risiken ein!
arrow  BAFU: Stickstoff macht den Wald krank
arrow  Konzept «NHG-geschützte Waldgesellschaften»
arrow  KFA: Neue Leiterin Kantonsforstamt
arrow  WRG 2: Neuer Revierförster Buchs
arrow  WRG 4: Neuer Revierförster Gommiswald-Rieden
arrow  WSL: Blüte und Blattaustrieb von Bäumen findet weltweit früher statt
arrow  WSL: Waldschädlinge werden infolge der Erwärmung aggressiver
arrow  WSL: Auch Waldbäume nehmen Nanoplastik auf
arrow  BAFU: Quell-Lebensräume
arrow  LIGNUM Schweiz: Zeit für Holz
arrow  BAFU: Ein Lebensnetz für Natur und Mensch
arrow  Waldveranstaltungen
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Infotafel im Toggenburger Wald.
Waldregion 5 Toggenburg: Den Wald ins Bild setzen
Mit einem Fotowettbewerb lädt die Waldregion 5 die Bevölkerung ein, ihren persönlichen Blick auf die Waldfunktionen mit einem Bild festzuhalten und einzureichen. An häufig frequentierten Standorten informieren Tafeln über die Waldfunktionen und den Wettbewerb .
Fotowettbewerb WRG 5  arrow
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Digitaler Naturpfad im Gebiet Chapfensee, Mels.
Naturpfade in der Waldregion 3 Sargans
Seit es Schilder gibt die Besucher im Wald informieren und lenken, gibt es Diskussionen darüber, wie diese zu gestalten sind und wo diese stehen sollen. Die Waldregion 3 geht nun einen digitalen Weg und realisiert mit der App «Actionbound» verschiedene Naturpfade.
Naturpfade WRG 3  arrow
Wald und Politik
Kantonsrat: Kommissionsbestellung II. Nachtrag EG-WaG (Motion 42.18.24 Massnahmen zur zielgerichteten und nachhaltigen Entwicklung des St.Galler Waldes)
Die Regierung hat am 10. Mai 2022 die Botschaft und den Entwurf des II. Nachtrags zum Einführungsgesetz zur eidgenössischen Waldgesetzgebung (im Folgenden II. Nachtrag zum EG-WaG) verabschiedet und dem Kantonsrat zugeleitet. Der Kantonsrat hat in der Junisession die vorberatende Kommission unter der Leitung von Daniel Bosshard bestellt.
II. Nachtrage EG-WaG  arrow
Eidgenössische Räte: Parlamentarische Initiative 21.463 Fässler: Preisempfehlungen auch für Holz aus Schweizer Wäldern
Die Kommissionen für Umwelt, Raumplanung und Energie des National- und Ständerates haben der Parlamentarischen Initiative von Daniel Fässler, Ständerat AI und Präsident WaldSchweiz, zugestimmt. Das Bundesgesetz über den Wald (Waldgesetz, WaG) sei derart zu ergänzen, dass für das in Schweizer Wäldern geerntete Rohholz (Stammholz, Industrieholz, Energieholz) zwischen den beteiligten Organisationen bzw. Branchen Richtpreise vereinbart werden können, wie dies bei landwirtschaftlichen Produkten seit 2004 bereits der Fall ist.
Parlamentarische Initiative Fässer Richtpreise  arrow
Wald- und Holzwirtschaft
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Holz ist gefragt und wenig Holzpolter vorhanden.
HMO: Holznutzung deutlich angestiegen
Das erste Quartal 2022 hat sich betreffend Holzmengen gut entwickelt. Das kalte, eher trockene Wetter, hat es auch den Privatwaldbesitzern leichter gemacht, ihr Holz an die lastwagenbefahrbare Strasse zu bringen. Die guten Strassenverhältnisse haben eine rasche Abfuhr des Holzes ermöglicht. Dort wo das Holz gelagert werden konnte, ist dies geschehen. Insgesamt sind diese Lagerholzmengen eher gering ausgefallen.
HMO Holzmarktbericht 2022-2  arrow
Waldschutz
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Blauglockenblaum im Wald (Foto: Valentin Brühwiler).
Neophytenstrategie für den St.Galler Wald
Das Kantonsforstamt hat seine Neophytenstrategie angepasst. Im Wald können sich Neophyten vor allem in den Randbereichen und auf vorübergehend offenen Flächen ausbreiten. Konsequent zu bekämpfen sind insbesondere der Götterbau, der Riesen-Bärenklau, Henrys Geissblatt, der Blauglocken- und der Essigbaum.
Neophytenstrategie St.Galler Wald  arrow
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BAFU: Pack keine Risiken ein!
Pflanzen und Tiere, die als Souvenir aus den Ferien mitgebracht werden, können gefährlich sein. 75% der problematischen Pflanzenarten wurden als Zierpflanzen in die Schweiz eingeführt. Pack keine Risiken ein! Schütz dich und die Umwelt.
Riskiers nicht  arrow
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Kurzfilm über die schädliche Seite des Stickstoffes.
BAFU: Stickstoff macht den Wald krank
Fast der gesamte Schweizer Wald ist von übermässig hohen Stickstoffeinträgen betroffen. Auf knapp 90% des Waldes werden die kritischen Eintragsraten überschritten. Die Folgen sind gravierend: Der Boden versauert, Nährstoffe werden ausgewaschen. Langfristig schwächt das den Wald und macht ihn anfällig. Deshalb ergreift der Bund Massnahmen, um den Nährstoffhaushalt im Wald zu verbessern.
Stickstoff macht den Wald krank  arrow
Waldbiodiversit├Ąt
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Feuchtwald nördlich von Rapperswil-Jona (© ANJF – Nicolas Zonvi).
Konzept «NHG-geschützte Waldgesellschaften»
Rund 20'000 ha des St.Galler Waldes weisen ein hohes ökologisches Potenzial auf und ca. 12'000 ha sind NHG-geschützt (Natur- und Heimatschutzgesetzgebung). Dies sind vor allem lichte Waldstrukturen und trockene, magere, nasse, saure, steile oder rutschige Standorte. Über die «Biodiversitätsstrategie St.Gallen» wurde ein Konzept für diese Waldlebensräume erarbeitet.
Konzept Waldstandorte  arrow
Personelles
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KFA: Neue Leiterin Kantonsforstamt
Kantonsoberförster August Ammann geht Ende November 2022 in Pension. Die Regierung hat Caroline Heiri, Bern, zu seiner Nachfolgerin mit Amtsantritt 1. November 2022 gewählt. Caroline Heiri hat an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETHZ) Forstwissenschaften studiert. Sie verblieb vorerst an der ETHZ, wo sie zuerst als Forschungsassistentin im Bereich Gebirgswaldökologie arbeitete und anschliessend an der Professur Waldökologie ihre Dissertation verfasste. Ab 2009 war sie in verschiedenen Funktionen bei der Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL tätig. Im Jahr 2017 übernahm sie die Leitung der Waldabteilung Mittelland des Amtes für Wald und Naturgefahren des Kantons Bern.
KFA Neue Kantonsoberförsterin  arrow
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WRG 2: Neuer Revierförster Buchs
Nach 42 Jahren geht Andreas Gerber als Revierförster von Buchs in den wohlverdienten Ruhestand. Er hat das Revier und den Forstbetrieb Grabus massgeblich geprägt. Am sichtbarsten dürften das Sonderwaldreservat «Ceres» und die Renaturierung des Werdenberger Binnenkanals sein. Andreas Gerber bildete als Instruktor unzählige Lernende aus. Die Stelle übernimmt per 1. Juni 2022 Ivo Pfiffner, Forstingenieur FH aus Mels.
Waldregion 2 Werdenberg-Rheintal  arrow
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WRG 4: Neuer Revierförster Gommiswald-Rieden
Robert Kühne wurde als Nachfolger des langjährigen Revierförsters Erwin Hüppi im Revier Gommiswald-Rieden und als Betriebsleiter des Forstbetriebes der Ortsgemeinde Gommiswald gewählt. Der Arbeitsbeginn ist am 1. Juli 2022, sodass er sich bis zur Pensionierung von Erwin Hüppi Ende September einarbeiten kann.
Waldregion 4 See  arrow
Forschung
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Die Kirschblüte in der Schweiz beginnt heute im Schnitt 11 Tage früher als 1950 (Foto: Barbara Pietragalla, WSL).
WSL: Blüte und Blattaustrieb von Bäumen findet weltweit früher statt
Ein Forschungsteam unter Leitung WSL stellt die fünf längsten Zeitreihen der Welt zum Frühlingsaustrieb von Bäumen vor. Darunter sind auch ein Kirschbaum im Kanton Basel-Landschaft und eine Rosskastanie in Genf. In allen Reihen treten Blattentstehung und Blüte immer früher auf, ein deutliches Zeichen für die globale Erwärmung, die sich seit den 1980er Jahren stark beschleunigt hat.
WSL Blüte und Blattaustrieb  arrow
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Vom Borkenkäfer befallene Waldföhre (Foto: Luciana Jaime González).
WSL: Waldschädlinge werden infolge der Erwärmung aggressiver
Eine Studie unter der Leitung von CREAF, der WSL und der Autonomen Universität Barcelona zeigt, dass Trockenheit darüber mitbestimmt, ob ein Baum einem Schädlingsbefall widerstehen kann. Je mehr Dürreperioden ein Baum erlebt hat, desto wahrscheinlicher ist es, dass er stirbt, wenn er von bestimmten Schädlingen befallen wird.
WSL aggressive Waldschädlinge  arrow
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Das Erdöl-Produkt Plastik wird nur sehr langsam zersetzt (Foto: Dan Lewis on unsplash).
WSL: Auch Waldbäume nehmen Nanoplastik auf
Überreste von Plastik verschmutzen mittlerweile sämtliche Ökosysteme auf der Welt, auch fern von der Zivilisation. Die Auswirkungen auf die Nahrungskette sind noch unklar. Nun zeigt eine Laborstudie WSL auf, dass auch Waldbäume Plastikpartikel über die Wurzeln aufnehmen und in die oberirdischen Pflanzenteile transportieren.
WSL Nanoplastik  arrow
Kleinholz
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BAFU: Quell-Lebensräume
Quellen sind kleine Lebensräume zwischen Grundwasser, Bachoberlauf und Landhabitaten mit hoher Biodiversität. Viele sind Siedlungen, Verkehrsflächen und der Landwirtschaft gewichen. Einzig im Wald und in höheren Lagen sind sie oft als natürliche Biotope erhalten geblieben.
Quell-Lebensräume  arrow
 
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LIGNUM Schweiz: Zeit für Holz
Der zwölfseitige Flyer «Zeit für Holz» thematisiert Wald, Holz und CO2 und macht klar: Holz ist der Weg zu einem nachhaltigen Bauwerk Schweiz. Klimaschutz durch vermehrten Einsatz von Holz ist kostengünstig und mit erprobten, zeitgemässen Technologien ohne Verzug umsetzbar.
Zeit für Holz  arrow
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BAFU: Ein Lebensnetz für Natur und Mensch
Wir nutzen die Leistungen der biologischen Vielfalt täglich: Beim atmen, essen oder wohnen. Doch in der Schweiz ist ein Drittel der 11'000 Arten gefährdet – und damit auch die Leistungen der Biodiversität. Daher brauchen Tiere, Pflanzen und ihre Lebensräume ein Lebensnetz der Natur: die Ökologische Infrastruktur.
Ökol. Infrastruktur  arrow
Agenda
Waldveranstaltungen
  • 11. August 2022, Behörden- und Medieninformation Waldregion 1 St.Gallen, Andwiler Moos
  • 26. August 2022, Auszeichnung Holzchopf 2022, Technowood, Alt St.Johann
  • 1.-4. September 2022, Holzberufe an der OBA 2022, OLMA Messen St.Gallen
  • 13.-23. Oktober 2022, OLMA-Sonderschau «Zukunft regionales Bauen»
Kantonsforstamt
Davidstrasse 35
9001 St.Gallen
+41 58 229 35 02
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St.Gallen
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